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Neues aus unseren Häusern Danke

Posaunenchor im Advent: Eine Tradition, gewachsen aus Verbundenheit

Der zweite Advent im Hospiz Sinus Barmbek trug in diesem Jahr einen besonderen Klang. Am Sonntagnachmittag erfüllten warme, klare Bläserstimmen unseren Garten – gespielt von einem Posaunenchor, der unserem Haus seit vielen Jahren eng verbunden ist.

Zwei der Musiker begleiteten einst ihre Brüder hier im Hospiz Sinus Barmbek. Aus dieser Zeit ist eine leise, aber kraftvolle Tradition gewachsen: Jedes Jahr zur Adventszeit schenken sie unseren Gästen ein Konzert, das weit über Musik hinausreicht. Diese Verbundenheit berührt uns zutiefst. Denn wenn aus persönlichen Erinnerungen ein wiederkehrender Moment der Gemeinschaft entsteht, entsteht etwas, das man nicht planen kann – nur bewahren.

Draußen, im winterlichen Garten, fanden sich fünf Musiker ein: zwei Trompeten, zwei Posaunen, ein Tenorhorn. Ihre Klänge stiegen in die kühle Luft, und mit ihnen breiteten sich Ruhe, Nähe und ein Gefühl von Ankunft aus. Viele der Hospizgäste kamen in den Innenhof, genossen Glühwein und selbstgebackene Kekse und lauschten dem Konzert im Schein der Feuerschale. Andere nahmen im Wohnzimmer Platz, die Tür weit geöffnet – ein Kommen und Gehen, ganz so, wie es jeder mochte. So entstand ein gemeinsamer Raum, verbunden durch dieselben Klänge.

Die Nachbarschaft hörte mit – vereinzelt öffneten sich Fenster, und aus den umliegenden Häusern war spontaner Applaus zu hören. Manche Nachbarn ließen sich von den warmen Klängen sogar in unseren Garten führen und blieben für einen Moment dabei. Ein stilles Zusammensein über Grenzen hinweg.

Das Repertoire reichte von traditionellen deutschen Weihnachtsliedern wie „Alle Jahre wieder“„Leise rieselt der Schnee“ oder „Kling, Glöckchen“ bis hin zu internationalen Klassikern wie „Little Drummer Boy“ und „Rudolph the Red-Nosed Reindeer“. Doch eigentlich war es nicht die Auswahl der Stücke, sondern ihre Art des Musizierens, die diesen Nachmittag trug: präsent, klar, unaufgeregt – und voller Wärme.

Ein tiefer Dank gilt dem Posaunenchor, der uns Jahr für Jahr dieses Geschenk macht.
Es ist ein Ritual geworden, das dem Advent bei uns eine eigene Farbe gibt.
Und schon jetzt wissen wir: Auch im nächsten Jahr werden diese Klänge wieder ihren Weg in unseren Garten finden.

Hier kommt ein kleiner Eindruck – doch die wahre Stimmung lässt sich nicht einfangen: