Manche Feste lassen sich nicht vom Wetter aufhalten.
Als wir am Freitag, den 12. Juni 2026, um 16 Uhr zu unserem Sommerfest im Hospiz Sinus Barmbek einluden, zeigte sich der Himmel von seiner wechselhaftesten Seite. Auf strahlenden Sonnenschein folgten innerhalb weniger Minuten dunkle Wolken und kräftige Regenschauer. Doch unser Organisationsteam hatte vorgesorgt: Festzelte standen bereit, Helfer*innen waren vorbereitet – und so konnte das Sommerfest wie geplant beginnen.
Schon kurz nach der Eröffnung füllten sich Garten und Haus mit Leben. Zahlreiche Besuchende waren unserer Einladung gefolgt: Freund*innen und Unterstützer*innen des Hauses, Kooperationspartner*innen, Mitglieder der Hospiz Sinus Stiftung, Mitarbeitende und Ehrenamtliche, Nachbar*innen, unsere Hospizgäste und ihre Familien. Viele hatten Kinder mitgebracht. Es entstand eine lebendige Mischung von Menschen, die das Hospiz aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennen oder neu für sich entdecken wollten – ein Nachmittag voller Begegnungen, Gespräche und neuer Einblicke.
Zur Begrüßung wurden die Gäste des Sommerfestes im Foyer mit bunten Aperitifs empfangen. In seiner Eröffnungsrede hieß unser Geschäftsführer Martin Eck die zahlreichen Besucher*innen willkommen und dankte allen Ehrenamtlichen sowie dem Orga-Team für ihren Einsatz. Dabei betonte er, dass Hospize lebensbejahende Orte der Begegnung sind, an denen Menschen füreinander da sind und gemeinschaftliche Momente ebenso ihren Platz haben wie Begleitung und Unterstützung.
Ein Blick hinter die Türen des Hospizes
Großes Interesse fanden die beiden Hausführungen mit unserer Einrichtungsleiterin Silke Oetjen. Viele Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, das Hospiz kennenzulernen und sich ein eigenes Bild vom Alltag in einem stationären Hospiz zu machen.
Dabei ging es nicht nur um die Räumlichkeiten, sondern auch um die Frage, wie Menschen einen Hospizplatz erhalten können und welche Unterstützung Hospize für schwerkranke Menschen und ihre Angehörigen bieten.
Darüber hinaus erfuhren die Besucher*innen, wie wichtig Spenden und ehrenamtliches Engagement für unsere Arbeit sind und welchen Beitrag sie dazu leisten, dass wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase individuell begleiten und auf ihre persönlichen Bedürfnisse eingehen können.
Wenn plötzlich der Garten unter Wasser steht
Gegen 17 Uhr sorgte ein heftiger Regenschauer für eine unerwartete Herausforderung: Innerhalb kürzester Zeit stand ein Teil des Gartens unter Wasser.
Doch genau in solchen Momenten zeigt sich, was Gemeinschaft bedeutet.
Mitarbeitende, Ehrenamtliche und die Besatzung des ASB-Wünschewagens packten kurzerhand gemeinsam an und sorgten dafür, dass das Wasser wieder ablaufen konnte. Wenig später war die Situation unter Kontrolle und das Fest konnte ungestört weitergehen.
Die geplante Versteigerung einer Gartenbank musste aufgrund der zwischenzeitlichen Überschwemmung entfallen und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.
Besuch von guten Nachbarn
Kaum war das Wasser verschwunden, wartete bereits die nächste Überraschung.
Mit zwei Feuerwehrfahrzeugen, einem Rettungswagen und einer großen Mannschaft rückten unsere Nachbar*innen von der Feuer- und Rettungswache Barmbek an.
Seit einem spontanen Besuch bei unserer Weihnachtsfeier ist daraus eine schöne Tradition geworden. Entsprechend groß war die Freude, als knapp zwanzig Feuerwehrleute plötzlich im Eingangsbereich standen.
Natürlich ließen sie sich die Gelegenheit nicht entgehen, die alkoholfreien Cocktails unseres Bartenders Dirk zu probieren und sich am Grillbuffet zu stärken. Mit einem Augenzwinkern bemerkten sie, dass ihr Einsatz wegen der Überschwemmung eigentlich gar nicht nötig gewesen wäre – das Team des Hospizes habe die Situation bereits bestens im Griff gehabt.
Ein besonderer Gast: Der ASB-Wünschewagen
Der ASB-Wünschewagen Hamburg war an diesem Nachmittag zu Gast im Hospiz Sinus Barmbek und stieß bei vielen Besucher*innen auf großes Interesse. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, den speziell ausgestatteten Wagen zu besichtigen und mit den ehrenamtlichen Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.
Der Wünschewagen erfüllt Menschen in ihrer letzten Lebensphase einen Herzenswunsch und ermöglicht ihnen noch einmal einen besonderen Ausflug – sei es ans Meer, zu einem Konzert, zu Freund*innen oder an einen anderen Ort, der ihnen am Herzen liegt. Begleitet werden die Fahrten von speziell geschulten Ehrenamtlichen, die den Fahrgästen und ihren Angehörigen unvergessliche Momente ermöglichen.
Dass der Wünschewagen an unserem Sommerfest teilnahm, hat uns besonders gefreut. Umso schöner war es, dass die Ehrenamtlichen nicht nur Einblicke in ihre wertvolle Arbeit gaben, sondern uns während der kurzfristigen Überschwemmung im Garten auch ganz praktisch unterstützten.
Cocktails, Grillbuffet und viele helfende Hände
Für sommerliche Stimmung sorgte Bartender Dirk, der den ganzen Nachmittag über farbenfrohe Cocktails mixte. Seine Drinks wurden von den Gästen begeistert angenommen und trugen zur entspannten Atmosphäre des Nachmittags bei.
Am Grill standen unsere ehrenamtlichen Unterstützer*innen und versorgten die Gäste mit allerlei Köstlichkeiten. Gleichzeitig zauberte das Team der Hauswirtschaft ein vielfältiges Buffet mit frischen Salaten, Dips und vielen weiteren Leckereien.
Ein Fest wie dieses lebt von Menschen, die anpacken, mitdenken und sich engagieren. Dafür sind wir sehr dankbar.
Dreißig Stimmen, die den Garten zum Klingen brachten
Der musikalische Höhepunkt des Abends war der gemeinsame Auftritt der Chöre Farbenspiel und True Colors unter der Leitung von Ines Eberlein.
Rund dreißig Sängerinnen verwandelten den Hospizgarten mit bekannten Popsongs in eine Open-Air-Bühne. Pünktlich zum Auftritt lichteten sich die Wolken, die Sonne kam hervor und sorgte für die perfekte Kulisse eines musikalischen Abends voller Energie, Lebensfreude und Gemeinschaft.
Das Publikum war begeistert und dankte den Sängerinnen mit lang anhaltendem Applaus. Nach einer Zugabe ließen die Chöre den musikalischen Teil des Abends ausklingen und blieben anschließend noch lange Teil des Festes.
Danke für diesen besonderen Tag
Trotz Regen, Wolken und einiger Wetterkapriolen wurde unser Sommerfest zu einem wunderbaren Nachmittag voller Begegnungen.
Es wurden neue Kontakte geknüpft, alte Bekanntschaften gepflegt und viele Gespräche geführt – zwischen Menschen, die das Hospiz bereits kannten, und solchen, die zum ersten Mal zu Besuch waren.
Genau das wünschen wir uns: ein offenes Haus, das Menschen zusammenbringt und Berührungsängste abbaut. Ein Ort, an dem Leben stattfindet. Ein Ort, an dem Gemeinschaft spürbar wird.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Besuchenden, die diesen Tag mit uns verbracht haben.
Unser besonderer Dank gilt dem Organisationsteam, unseren Mitarbeitenden, den Ehrenamtlichen, den Chören Farbenspiel und True Colors, dem Team des ASB-Wünschewagens, sowie allen weiteren Unterstützer*innen, die dieses Sommerfest möglich gemacht haben.
Ein herzliches Dankeschön geht an Fotografin Alena Zielinski, die unser Sommerfest mit ihrer Kamera begleitet und die vielen besonderen Momente dieses Tages für uns festgehalten hat. So bleiben die Erinnerungen an dieses Fest noch lange lebendig.
Ein herzliches Dankeschön gilt auch den Läden und Supermärkten aus der Barmbeker Nachbarschaft, die unser Sommerfest mit großzügigen Produktspenden unterstützt haben.
Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. 💚















































