Ein Nachmittag voller leiser Überraschungen und gemeinsamer Resonanz.
Freitag, 24. Oktober 2025
Es braucht manchmal nur wenige Töne, um einen Raum zu verwandeln. An diesem Freitagnachmittag waren es die feinen, warm schwingenden Klänge der Tischharfe, die unser Wohnzimmer in Barmbek in einen sanften Resonanzraum verwandelten. Bei einem Glas Sekt und kleinen Köstlichkeiten ließen sich unsere Gäste und ihre Angehörigen auf etwas ein, das zugleich beruhigend, neugierig machend und verbindend wirkte.
Die Musikerinnen von „Musik im Spiel“ (www.musik-im-spiel.com) – nahmen uns mit in eine Welt, in der Musik ohne Hürde erlebt werden kann. Denn die Tischharfe, dieses poetische und oft unterschätzte Instrument, öffnet sich auch Menschen, die keine Noten lesen. Ein Blatt, hinter die Saiten geklemmt, zeigt an, wo die Finger landen sollen – ein System, das ebenso einfach wie genial ist und das auf den Fotos gut zu erkennen ist. Gerade diese Vermittlung, die kleinen Erklärmomente zwischen den Stücken, fanden großen Anklang: verständlich, anschaulich, fast meditativ.
Und dann die Musik selbst:
Bunt sind schon die Wälder, Nun ruhen alle Wälder, Mozart, Taizé, irische Melodien, Werke von Anna Magdalena Bach und Johann Philipp Krieger, moderne Kompositionen von Lieselotte Blinn oder das schwebende The river is flowing – ein Programm, das zwischen Barock, Volkslied, Spiritualität und zeitgenössischen Klängen mühelos wanderte. Die Übergänge waren ruhig, konzentriert, fast freundlich tastend. Immer wieder – Applaus. Und vor allem: spürbare Aufmerksamkeit.
Am Ende des Konzerts wagten einige Gäste und Angehörige selbst den ersten Kontakt mit dem Instrument. Die Tischharfe zeigte sich, wie sie ist: unmittelbar zugänglich, dankbar für jede Berührung, ein Instrument, das Vertrauen schenkt, weil es sofort antwortet.
So wurde aus einem musikalischen Abend weit mehr als ein Konzert. Es wurde ein Moment gemeinsamer Erfahrung – leicht, nahbar und offen für alle, die Freude an Klang und Berührung haben.





